Unsere leere Heimat

Zu den vom Statistischen Landesamt veröffentlichten neue Fakten zur Demographie in Sachsen-Anhalt erklärt Norbert Hentschke, Sprecher für den Bereich Jugend der PAG:

Norbert HentschkeWeniger Geburten, Wegzug von Jugendlichen und Fachkräften, Überalterung im ländlichen Raum – der demographische Wandel hat Sachsen-Anhalt fest im Griff. Wie so oft stehen die politischen Akteure staunend am Gleis, wenn der „Braintrain“ mit gut ausgebildeten Fachkräften unser Land verlässt.

Die derzeitige Landesregierung schafft es nicht ein schlüssiges und ganzheitliches Konzept vorzustellen, welches diese Entwicklung umkehren könnte. Das Gegenteil scheint der Fall, Konfusion und Planlosigkeit kennzeichnen die derzeitige Strategie, wenn es deine eine gibt. Da wird ohne Absprachen über den Verkauf der Uni-Kliniken in Halle und Magdeburg diskutiert, Fachkräfte verunsichert und der Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt mit wenigen unüberlegten Sätzen öffentlich demontiert. Hinzu kommen „Überlegungen“ die Errichtung des Landesdatennetzes zu verschieben und die geplante Einführung der kostenlosen Ganztagsbetreuung wird aus finanzieller Sicht in Frage gestellt. Obendrein plant die Landesregierung einen „Wassercent“ als zusätzliche Belastung für Unternehmen, um die hart erkämpfte Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Sachsen-Anhalt zu mindern.

Die Landesregierung muss Antworten finden, wie die Jugendlichen in unserem Land gehalten werden können und ein Zuzug in unser Land attraktiver wird. Es geht darum, endlich ein ganzheitliches Konzept vorzulegen, welches bis 2025 die wichtigen Themen wie Sozial- und Bildungspolitik, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik beinhaltet. Die derzeitigen „Ergebnisse“ erreichen genau das Gegenteil: ein leeres Sachsen-Anhalt.

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