FDP fordert Schulschließungsmoratorium für Sachsen-Anhalt!

hueskens14“Wir unterstützen die Petition des ‘Aktionsbündnisses Grundschulen vor Ort’ für ein Schulschließungsmoratorium nach sächsischem Vorbild”, sagte Dr. Lydia Hüskens, stv. FDP-Landesvorsitzende.

Die FDP habe als erste Partei in Sachsen-Anhalt mit ihrem Parteitagsbeschluss von Peißen (2013) eine Abkehr von den absehbaren Schulschließungen “in zwei Akten” gefordert und deutlich gemacht, dass der Kurs der CDU/SPD-Landesregierung nicht alternativlos ist.

“Bayern und Sachsen haben in ihren Konzepten für den ländlichen Raum die wohnortnahe Beschulung als Schlüssel für die Stabilisierung des ländlichen Raumes eingeschätzt. Sie greifen mit dem Konzept, über altersgemischte Klassen kleine Schulen im ländlichen Raum zu erhalten, auf eine bewährte Strategie aus Deutschlands Nachbarländern zurück”, so Hüskens weiter.

Sachsen-Anhalt hingegen erhöht in zwei Etappen die Mindestschülerzahl, zusätzlich auch die Schülerzahl der Eingangsklassen, was die Gründung neuer Schulen erschwere. Die Diskussion in den Landkreisen hat gezeigt, dass vom dringend erforderlichen Konsens bei der langfristigen Schulentwicklungsplanung nicht mehr die Rede sein könne. Mit fraktionsübergreifenden Resolutionen wird in den Kreistagen gegen die Schulentwicklungsverordnung remonstriert und es wird in vielerlei Gestalt rund um die betroffenen Schulen demonstriert.

“Anstatt eine verfehlte Politik knallhart durchzusetzen, sollte die Landesregierung zur Besinnung kommen und dem ländlichen Raum durch eine neue Schulentwicklungsverordnung und eine konsensuale Bildungsplanung eine neue Chance geben. Politik, die sich korrigiert und auf die Bürger zugeht, gewinnt an Akzeptanz – eine Schulentwicklungsplanung mit mehr Verlierern als Gewinnern verliert an Akzeptanz”, so Hüskens abschließend.
Petition des „Aktionsbündnisses Grundschulen vor Ort

Magdeburg, 03.02.2014

Dr. Lydia Hüskens
stellv. Landesvorsitzende
der FDP Sachsen-Anhalt