Faber für doppelte Widerspruchslösung bei Organspende

In der heutigen Debatte zum „Gesetz zur Regelung der doppelten Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz“ sprach sich der Stendaler Bundestagsabgeordnete für die sog. Doppelte Widerspruchslösung aus.
„Ich halte die sog. Doppelte Widerspruchslösung“ für ein notwendiges Mittel, damit mehr Menschen sich überhaupt mit der Organspende auseinandersetzen. Rund 10.000 Patientinnen und Patienten, die Tag für Tag auf ein Spenderorgan warten – fast 1.000 Menschen, die auch dieses Jahr zu sterben drohen, weil kein passendes Organ rechtzeitig gespendet wurde: ihnen allen kann die Entscheidung für die doppelte Widerspruchslösung neue Hoffnung auf Leben schenken.“

Mit dem vorliegenden Gesetz hätte sich endlich eine realistische Möglichkeit geboten, die Lücke zwischen hoher Spendenbereitschaft auf der einen und zu niedriger Anzahl an tatsächlichen Spende-Erklärungen auf der anderen Seite zu schließen, so Faber. In 20 weiteren EU-Staaten wird dieses Vorgehen bereits praktiziert. „Mit der doppelten Widerspruchslösung ist die Chance verbunden, die Anzahl an Organspenden dauerhaft zu erhöhen und gleichzeitig die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen so weit wie möglich zu erhalten.“, ergänzt Faber.

Die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO) zählte 2019 (nach vorläufigen Angaben) deutschlandweit 932 postmortale Organspender und damit rund 2,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Jahr 2018 wurden 67 Prozent der 1.416 möglichen Spender tatsächlich Organspender. „Mit der Zustimmung zur doppelten Widerspruchslösung wären wir dem Ziel, diese Zahlen zu verbessern, einen entscheidenden Schritt näher gekommen.“ stellt Faber mit Bedauern fest.

Hintergrund: Im Bundestag wurde am heutigen Tag eine Debatte geführt, ob im Transplantationsgesetz die Regelung der doppelten Widerspruchslösung eingeführt wird oder mit der sog. Vertrauenslösung die derzeitigen Regeln weitestgehend erhalten bleiben. Der Vorschlag wurde mit Mehrheit abgelehnt.

Freie Demokraten fordern Nachbesetzung im Naturschutzbeirat

Die Freien Demokraten Sachsen-Anhalts fordern Frau Dalbert auf,
umgehend einen Vertreter der Waldbesitzer in den Naturschutzbeirat des
Landes nachzunominieren. Für Kathrin Tarricone, Mitglied des FDP Landesvorstandes
ist es absolut unverständlich, warum das MULE
ausgerechnet in Zeiten nie dagewesener Probleme im Wald, auf die
Expertise aus der Praxis verzichtet. „Uns geht es auch nicht um Erklärungen,
warum das so entschieden wurde, sondern darum, den Fachverstand nicht
außen vor zu lassen.“ so Tarricone.

Wir brauchen den Wald für einen nachhaltigen Umweltschutz und die
Waldbesitzer als Partner. Seit der Wende hat immer ein Vertreter der
Waldbesitzer das Ministerium bei der Formulierung von Gesetzen und
Verordnungen beraten. Ausgerechnet jetzt, wo jede Idee und umfangreicher
Sachverstand gefragt sind, wurde kein Vertreter berufen.

Ausbau der Havelberger Kaserne: Gutes Zeichen für die Region!

„Mit einem Zuwachs von über 200 Soldaten stärkt die Bundeswehr nicht nur den Standort in Havelberg, sondern die gesamte Region.“ so der Stendaler Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber, der selbst seine Grundausbildung bei den Pionieren in Havelberg absolviert hat. „Das Panzerpionierbataillon 803 bekommt mehr Rekruten und damit ist langfristig auch ein Ausbau der gesamten Elb-Havel-Kaserne garantiert.“

Im vergangenen Jahr stärkte die Bundeswehr durch strukturelle Entscheidungen die Standorte im gesamten Bundesland. „Jetzt auch die Grundausbildung wieder in Havelberg zu fokussieren, ist genau der richtige Schritt.“ begrüßt Faber, der auch Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, diese Entwicklung.
Der sachsen-anhaltinische Verteidigungspolitiker weiter: „Die Bundeswehr ist gerade für junge Menschen ein spannender Arbeitgeber. Dass jetzt die Grundausbildung auch in Havelberg ausgebaut wird, ist ein gutes Zeichen für die Region. Damit ist auch der Ausbau des Standortes verbunden, der wiederum Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt sichert.“

Hintergrund: Das Panzerpionierbataillon 803 in der Elb-Havel-Kaserne bildet seit 2014 wieder Rekruten in der Grundausbildung aus. Im Jahr 2020 wird die Kaserne in Havelberg nach einem neuen Konzept der Bundeswehr für die Grundausbildung junger Rekruten ausgebaut. Damit verbunden sind Dienstposten für 200 bis 250 Soldaten.