Jens Ackermann zu Besuch im AMEOS Klinikum St. Salvator in Halberstadt

WANZLEBEN. Am 22. April besucht der Wanzleber FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann das AMEOS Klinikum St. Salvator in Halberstadt und informierte sich über die Arbeit des Herzkatheterlabors und im Besonderen über die FFR-Diagnostik, die seit einigen Jahren im Klinikum durchgeführt wird. Sie liefert diagnostische Informationen über den Schweregrad der Koronarverunreinigungen und kann damit zur Entscheidung über die Behandlungsstrategie bei Herzkrankheiten herangezogen werden.

Im Einführungsgespräch erläuterten der ärztliche Direktor Prof. Dr. Klaus Begall, der komm. Leiter der Medizinischen Klinik Dr. Frank Aedtner sowie die Oberärztin der Medizinischen Klinik Dr. Sabine Reinold die Arbeit des Klinikums selbst sowie über die Methodik, die hinter dem Eingriff steckt und welche Vorteile sie gegenüber konservativer Diagnoseverfahren hat.

Mit der FFR-Diagnostik ist es möglich, unnötige Eingriffe am Herzen zu verhindern. Allerdings erfolgt bisher keine Kostenübernahme des Diagnoseverfahrens, so dass eine Abrechnung nur bei einem operativen Eingriff am Herzen durch Setzen eines Stents (röhrenförmiges Gittergerüst als Gefäßstütze) erfolgen kann.

Jens Ackermann konnte sich bei einem Eingriff selbst ein Bild von der Methode machen und beobachte eine erfolgreiche FFR-Diagnostik auf dem OP-Tisch. Der Patient erhielt aufgrund des Diagnoseergebnisses keinen Stent als Gefäßstütze.
Anschließend wertete der Bundestagsabgeordnete gemeinsam mit den Vertretern des AMEOS-Klinikums den Eingriff aus. Zudem sprachen die Anwesenden über die Zukunft des Gesundheitswesens in Sachsen-Anhalt. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass Sachsen-Anhalt auch ohne Demografie-Faktor eine sehr hohe Rate an Herzinfarkten vorweist. An dieser Stelle ist Handlungsbedarf dringend geboten.

Zukünftig müssen verschiedene Formen der Telemedizin noch stärker vorangebracht werden, hier ist andere Länder, wie Israel Vorreiter und schon ganzes Stück weiter als Deutschland.
Sachsen-Anhalt kann für Deutschland Modellregion und Vorbild im richtigen Umgang mit dem demografischen Wandel werden.

Ländliche Gebiete nicht vergessen – gute und flächendeckende ärztliche Versorgung auch künftig sicherstellen

Zum Kabinettsbeschluss zum Versorgungsstrukturgesetz erklärt der Abgeordnete Jens Ackermann aus der Börde: Auch in der ärztlichen Versorgung stellt uns der demografische Wandel vor große Herausforderungen. Eine wachsende Zahl älterer Patienten mit mehreren Erkrankungen steht einer abnehmenden Zahl von Ärzten gegenüber.  Weiterlesen

Vater-Kind-Maßnahmen voranbringen

Kuren für Eltern und Kinder sind ein wichtiger Baustein im Bereich der Prävention und Rehabilitation. Doch die Zahlen der wahrgenommenen Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen geht immer mehr zurück, auch in Sachsen-Anhalt. Deshalb hat Herr Ackermann gemeinsam mit seinen Koalitionskollegen heute einen Entschließungsantrag im Gesundheitsausschuss eingebracht. Das Ziel: Kuren für Familien künftig besser zu ermöglichen.

Jens Ackermann„Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen sind wichtig. Sie verdienen unsere besondere Beachtung in der Gesundheitsversorgung.“ Für Jens Ackermann, den Obmann der FDP-Fraktion im Gesundheitsausschuss, steht fest, dass Kuren für Eltern und Kinder ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Prävention und Rehabilitation sind.

Gemeinsam mit seinen Unions- und FDP-Kollegen hat der Abgeordnete aus der Börde deshalb am Mittwoch, den 6. Juli, einen Entschließungsantrag in den Bundestagsausschuss für Gesundheit eingebracht. Das Ziel: Kuren für Familien künftig besser zu ermöglichen.

„Die Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen sind 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 6,01 Prozent zurück gegangen. Für das Jahr 2010 ist sogar ein Rückgang um 9,22 Prozent festzustellen. Diese Entwicklung ist unbefriedigend und steht nicht im Einklang mit der Bedeutung der Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen. Die Kuren sind seit 2007 Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung. Der Rückgang der angewandten Maßnahmen beunruhigt mich deshalb. Hier muss gehandelt werden. Meine Kollegen und ich wollen, dass die Krankenkassen ihre Entscheidungen zur Förderung oder Ablehnung dieser wichtigen Maßnahmen künftig transparenter und nachvollziehbarer wie belastbastbarer begründen. Das haben die Versicherten verdient, die sich um Kuren für sich und ihre Kinder bemühen. Die Eltern, die sich für eine Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme entscheiden, brauchen klare, offene und eindeutige Antworten und müssen die Beweggründe der Kostenerstatter, also der Kassen, kennen“, so Ackermann.

Der Entschließungsantrag sieht unter anderem vor, dass der Spitzenverband der Krankenkassen aufgefordert wird

  • zeitnah, spätestens bis Ende 2011, die Entscheidungsgrundlagen für die gesetzlichen Krankenkassen im Hinblick auf das Bewilligungsverfahren für diese Kuren transparenter und nachvollziehbarer gestaltet,
  • die „Begutachtungs-Richtlinie Vorsorge und Rehabilitation“ zu überarbeiten und
  • bei den Beratungen hierzu die Fachverbände wie das Müttergenesungswerk eng mit einbezieht.

„Ich bin sicher, dass wir so wieder mehr Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen ermöglichen und endlich für Klarheit bei den Eltern sorgen“, sagt Ackermann.

Bessere Hygiene jetzt! – Gesetz zum Schutz von Krankenhausinfektionen

Der Obmann im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, Jens Ackermann, freut sich, dass das von ihm und seinem Kollegen Lars Lindemann angestoßene Gesetz zum Schutz vor Krankenhausinfektionen vom Bundestag verabschiedet wurde:

Jens Ackermann„Es wurde Zeit, dass mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes die Hygiene in deutschen Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen deutlich verbessert wird. Hierzulande sterben fast zehnmal so viele Menschen durch mangelnde Krankenhaushygiene als im Straßenverkehr – hier mussten wir handeln.

Das Hauptproblem: Widerstandsfähige Keime, die kaum zu behandeln sind, wenn sich Patienten damit infiziert haben – die sogenannten multiresistenten Keime. Viele Menschen haben sie auf der Haut, doch zur Gefahr werden sie erst bei den Kranken und Schwachen. Um die Infektionen künftig besser in den Griff zu bekommen, sieht das Gesetz unter anderem vor, Menschen vor den resistenten Erregern durch eine bessere Einhaltung von Hygieneregeln und eine sachgerechte Verordnung von Antibiotika zu schützen. Bislang mangelt es an der Umsetzung von notwendigen Hygienestandards für Krankenhäuser und Pflegeheime – das wird nun geändert.

Den Bundesländern wird nun eine Frist gesetzt, Rechtsverordnungen zu erlassen, um Hygiene zu verbessern. Diese sollen beispielsweise Regelungen zur personellen Ausstattung der Krankenhäuser mit Hygienefachkräften umfassen, aber auch Schulungen des Personals oder hygienische Mindestanforderungen an Bau, Ausstattung und Betrieb der Einrichtungen sind hier zu nennen. Denn wir wollen schnell und zügig, dass gewisse Hygienestandards bundesweit erreicht werden, denn eine MRE-Infektion ist in München genauso gefährlich wie in Berlin oder Hamburg.

Dass unsere Initiative richtig war, zeigt, dass die Opposition das Gesetz nicht ablehnt. Das ist bei gesundheitspolitischen Themen lange nicht geschehen und es wäre auch der Bevölkerung nicht zu vermitteln gewesen. Denn: Mit dem Gesetz schützen wir die Menschen davor, dass sie kränker aus einem Krankenhaus kommen, als sie hinein gegangen sind. Gerade in Zeiten von EHEC hat die Koalition bewiesen, dass sie Hygiene ernst nimmt.“

Jens Ackermann, MdB
Sprecher der PAG für Gesundheit

Jens Ackermann ist neuer Obmann der FDP im Gesundheitsausschuss

Der Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt übernimmt in Zukunft in wichtiger Funktion unter anderem die Koordinierung der Mitglieder der FDP-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss.

Jens AckermannJens Ackermann (35) folgt in dieser Position auf Heinz Lanfermann, der neuer gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion ist.

„Ich freue mich sehr über den Vertrauensbeweis meiner Kollegen. Gemeinsam wollen wir tatkräftig unseren neuen Gesundheitsminister unterstützen und gute Ergebnisse in der Gesundheitspolitik für die Menschen erzielen“, sagt Ackermann. Zunächst steht das unter anderem von ihm angestoßene Gesetz zur Verbesserung der Krankenhaushygiene auf der Agenda der Koalition.

„Hier sind wir auf einem guten Weg und werden das Gesetz bis zum Sommer abschließen.“

Krankenhaushygiene verbessern: 40.000 Tote sind zu viel!

Artikel von Jens Ackermann für das Magazin des vdek (Verband der Ersatzkassen e. V.)

In Deutschland sterben fast zehnmal so viele Menschen durch mangelnde Krankenhaushygiene als im Straßenverkehr. Dieser Zustand ist eine Zumutung für die Menschen in unserem Land. Es kann nicht angehen, dass zigtausende Menschen sterben, nur weil es an notwendigen Hygienestandards für Krankenhäuser und Pflegeheime mangelt. Wir können den Menschen nicht länger zumuten, dass sie unter Umständen kränker aus dem Krankenhaus kommen, als sie hinein gegangen sind.

Gemeinsam mit dem Krankenhausexperten der FDP-Fraktion, Lars Lindemann, habe ich deshalb Eckpunkte für eine verbesserte Hygiene erarbeitet. Diese hat die Bundesregierung aufgegriffen. Noch in diesem Frühjahr wird es einen entsprechenden Gesetzesvorschlag geben.

Denn für uns ist klar: Die Infektionen mit gefährlichen Keimen führen zu Leid für die Betroffenen und verursachen erhebliche ökonomische Belastungen für die Solidargemeinschaft der Versicherten und den Arbeitsmarkt: Geht man von durch Infektionen zusätzlich benötigten 8,5 Krankenhaustagen pro Betroffenem im Schnitt aus, welche geschätzt je 331,49 Euro kosten, könnten allein 859.387.820 Euro gespart werden.

Das größte Problem sind die multiresistenten Keime, denn sie sind nahezu unbehandelbar. Wer infiziert ist, leidet – oft über Jahre – oder stirbt. Viele Menschen haben diese Keime auf der Haut, doch zur Gefahr werden sie erst bei den Kranken und Schwachen. Um die Infektionen künftig besser in den Griff zu bekommen, wollen wir Risikogruppen definieren. Patienten, die besonders von einer Besiedlung durch die gefährlichen Keime betroffen sein können, sollen künftig vorab auf die gefährlichen Bakterien untersucht werden. Wird ein Befall erkannt, müssten sie dann isoliert und sorgfältig behandelt werden. Denn nur so kann die Gefahr gebannt werden, dass die Keime in Krankenhäuser eingeschleppt und andere Patienten gefährdet werden.

Dass das möglich ist, zeigen die Niederlande: Während in Deutschland die gefährliche Keim-Mutante MRSA über zwanzig Prozent aller isolierten Keime dieser Art ausmacht, ist es in unserem Nachbarland unter einem Prozent. Das ist eine Katastrophe. Für Lindemann und mich ist klar: Angesichts der erheblichen Gefahren von MRSA- und anderen Infektionen ist ein standardisiertes Erfassungs-, Informations- und Meldeverfahren zur frühzeitigen Erkennung von MRE-Erregern notwendig. Die so gewonnenen Daten müssen wir veröffentlichen und Ergebnisse sollten in die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts zur weiteren Bekämpfung der Keime einfließen. Darüber hinaus wollen wir bundeseinheitliche Standards – denn eine MRSA-Infektion ist in München genauso gefährlich wie in Hamburg oder Köln.

Botschaft für den Weltgesundheitstag: Hygiene in Deutschland wird verbessert

Die Opposition unterstützt prinzipiell Bemühungen der Bundesregierung zur Verbesserung der Hygiene. Anlässlich des Weltgesundheitstages am Donnerstag, dem 7. April, sagt daher der Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann aus der Börde:

„Der Weltgesundheitstag soll die Gesundheit der Menschen in den Blickpunkt rücken. Auf einem Politikfeld, wo sonst viele unterschiedlicher Meinung sind, bin ich sehr froh, dass jetzt über Parteigrenzen hinweg unsere Bemühungen zur Verbesserung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen positiv bewertet werden. Denn: Die Opposition im Deutschen Bundestag begrüßt im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages prinzipiell die gesteckten Ziele des Regierungsentwurfs für ein neues Hygienegesetz.

Ich bin froh, dass wir hier auf breiten Konsens bauen können. Schließlich ist es im Interesse aller Menschen, die Hygienestandards in Deutschland besser zu machen und Patienten zu schützen. Sicher gibt es noch einige Stellschrauben, wo noch Verbesserungen erzielt werden können. Ich bin aber sicher, dass wir am Ende gemeinsam ein gutes Gesetz auf den Weg bringen werden.

Heute, am 6. April 2011, hat der Ausschuss für Gesundheit beschlossen, eine öffentliche Anhörung zum Hygienegesetz durchzuführen. Dann haben auch Fachleute und Experten die Gelegenheit, unsere Ideen zu bewerten. Die Anhörung unterstützt die Bundesregierung so auf ihrem Weg, die Hygiene in Deutschland im Sinne der Patienten nachhaltig zu verbessern. Der Termin ist voraussichtlich der 9. Mai 2011.“

Gemeinsam mit seinem Kollegen Lars Lindemann (auch FDP) hat Jens Ackermann des Gesetzgebungsprozess zur Verbesserung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen angestoßen.