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Montag, 15. März 2010

Unternehmer Karsten Pille für Landesliste der FDP nominiert

Die Liberalen des Landkreises Mansfeld-Südharz haben am Wochenende als erste politische Kraft der Region den Landtagswahlkampf 2012 eingeläutet.

(Quelle: MZ vom 15.03.2010) Im Stolberger Bürgergarten wählten sie die Direktkandidaten. So gehen der 51-jährige Unternehmer Karsten Pille für den Wahlkreis 31 (Sangerhausen), die Erzieherin Silke Seifert (41) für den Wahlkreis 32 (Hettstedt) und der 39-jährige Buchhalter Mario Friesel für den Wahlkreis 33 (Eisleben) ins Rennen um die Direktmandate. Als Spitzenkandidaten des FDP-Kreisverbandes Mansfeld-Südharz für die Landesliste der FDP Sachsen-Anhalt wurde Karsten Pille nominiert. Ob das so bleibt, scheint indes offen. So hatten Liberale, die größtenteils aus dem Bereich Eisleben / Hettstedt kommen, an der Abstimmung aus Protest nicht teilgenommen. Zuvor war ihr Antrag gescheitert, die Nominierung wegen mutmaßlicher Formfehler zu verschieben.

Pille führt zusammen mit dem FDP-Kreisvorsitzenden Helmut Qual die Liste der 16 Delegierten für die Landesvertreterversammlung an, die im Juni dieses Jahres die Landesliste der FDP für die Landtagswahl aufstellt.

Zuvor hatte Qual auf dem Kreisparteitag der FDP vor knapp 50 Mitgliedern, darunter Bundesvorstandsmitglied Gerry Kley, eine Bilanz der politischen Arbeit gezogen. Insbesondere hob der Kreischef das gute Abschneiden der Partei mit Zuwächsen jenseits der Zwei-Prozent-Punkte bei den Bundestagswahlen hervor. "Dazu haben wir mit unserer Kandidatin Elke Weckner-Lömm einen überdurchschnittlichen Beitrag geleistet", sagte Qual. Zudem holten die Liberalen bei den Kommunalwahlen 63 Mandate. Besonders anerkennenswert sei das Ergebnis in Stolberg, wo die FDP 100 Prozent Zustimmung erhielt. Als "skandalös" bezeichnete Qual, dass die Stadt jetzt durch die Landesregierung der Gemeinde Südharz zugeordnet werden soll. FDP-Bürgermeister Ulrich Franke sieht darin eine "Verletzung der Demokratie."

In einem Statement warf indes Elke Weckner-Lömm Kreischef Qual indirekt schlechten Führungsstil vor. "Gemeinsames Gestalten ist hier nicht gefragt", sagte sie in Anspielung auf die Kritik des Kreischefs an ihrer Erststimmenkampagne im Bundestagswahlkampf. Qual hatte darin eine Ursache für das Scheitern der CDU-Direktkandidatin gesehen.


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