Burg. Auch die FDP im Jerichower Land zieht mit einem eigenen Kandidaten im Wahlkreis 06 in den kommenden Landtagswahlkampf. Auf der Wahlkreismitgliederversammlung in Burg wurde der Kreisvorsitzende Allard von Arnim mit großer Mehrheit nominiert. Weitere Kandidaten gab es nicht.

(Quelle: Volksstimme vom 03.06.2010) Der Biederitzer forderte in seiner Vorstellungsrede mehr denn je eine Politik, die von Nachhaltigkeit und Weitsicht geprägt sein müsse als von ideologischen und parteipolitischen Kalkülen. Vernunft und das eigene Gewissen seien entscheidende Maßstäbe.
Der Unternehmer und studierte Betriebswirtschaftler betonte, dass die wirtschaftliche Basis in Sachsen-Anhalt gestärkt werden müsse – vor allem in Hinblick auf den 2019 auslaufenden Solidarpakt. Deshalb müsse ein solider Wirtschaftskurs gefahren werden, der Land und Menschen gleichermaßen nütze. Für von Arnim heißt das: "Es muss uns gelingen, dass es ein mehrheitsfähiges bürgerliches Lager gibt und keinen Ministerpräsidenten der Linken, die Verstaatlichungen von Großbetrieben fordern."
Zudem müsse Sachsen-Anhalt auch in puncto Bildung noch weiter aufholen, sagte der Familienvater von zwei Kindern. Als Vorbild gelte Bayern, das den Wandel von einem Agrarsstaat zu einem modernen Industrieland gemeistert habe.
Von Arnim erklärte außerdem, dass Sachsen-Anhalt seine eigene Identität gefunden habe. "Größere Strukturen müssen nicht unbedingt besser sein." Auch das Jerichower Land sei in den vergangenen Jahren deutlich vorangekommen. Dafür wolle er sich weiter einsetzen und auf der politischen Ebene mitwirken. "Auf unseren Kreis können wir stolz sein", sagte der 45-Jährige. Er und seine Parteifreunde wollen nun aktiv in den Wahlkampf ziehen – und hoffen auf starken Rückenwind aus Berlin.