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Montag, 22. Februar 2010

Ernste Politik lustig verpackt sorgt für manchen Lacher

Mit harten Kritiken, die zum Ende der Karnevalszeit, vielleicht nicht ganz so schwer wiegen, ging es am Aschermittwoch in der, wie Jens Ackermann meinte, "Hochburg der FDP" in Bottmersdorf zur Sache. Traditionell hatte der FDP-Kreisverband Börde seine Mitglieder und Freunde zum Politischen Aschermittwoch geladen.

Aus Nah und Fern waren die Mitglieder des FDP-Kreisverbandes Börde und weitere Freunde in die, wie der Kreisvorsitzende Jens Ackermann sie bezeichnete, "Hochburg der FDP" Bottmersdorf gereist, um den traditionellen Politischen Aschermittwoch zu begehen. Foto: Constanze Arendt
Aus Nah und Fern waren die Mitglieder des FDP-Kreisverbandes Börde und weitere Freunde in die, wie der Kreisvorsitzende Jens Ackermann sie bezeichnete, "Hochburg der FDP" Bottmersdorf gereist, um den traditionellen Politischen Aschermittwoch zu begehen. Foto: Constanze Arendt

(Quelle: Volksstimme vom 22.02.2010) Bottmersdorf. "Wir sind die einzige Partei in Sachsen-Anhalt, die den Aschermittwoch feiert", hob der einladende Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Börde, Jens Ackermann, gleich zu Beginn seiner Rede ein Alleinstellungsmerkmal hervor. Und gleich noch ein Wort zu Bottmersdorf: "Nach 1100 Jahren dörflicher Gemeinschaft haben wir jetzt Stadtrecht, das zeigt den Größenwahn des Innenministers", sagte er und verpasste damit der Gemeindegebietsreform einen Seitenhieb. In deren Zuge war Bottmersdorf zu Beginn dieses Jahres in die Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde eingegliedert worden. Damit hatte Jens Ackermann sein nächstes Thema, den Dauerwahlkampf. Schließlich stünde demnächst in Wanzleben schon wieder eine Wahl an, die des Einheitsgemeinderates. Drei Kandidaten des FDP-Ortsverbandes "Börde" konnte er dann auch allen Anwesenden präsentieren: Hans-Walter Franke, Werner Ackermann und Andreas Gießmann.

Nachdem Jens Ackermann seine Bilanz gezogen hatte, was die FDP-Bundestagsfraktion in den ersten 100 Tagen erreicht hatte und was noch ge-plant sei, zog er ein Fazit: "Ich sage, der Staat hat genug Geld, er muss es nur effektiv einsetzen." Beispiele wo, das nicht funktioniere gäbe es auch vor der eigenen Haustür, meinte er, und kritisierte, dass das Bahnhofsgebäude in Wanzleben für das DRK ausgebaut wird, obwohl das Amtsgericht jetzt leerstehe, ebenso wie den unverständlichen Neubau der Brücke bei Schwaneberg.

Auch als der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Veit Wolpert in die Bütt trat, nahm. der kaum ein Blatt vor den Mund, beäugte kritisch die Bundes- und auch die Landespolitik. Bundeskanzlerin Merkel bekam ebenso ihr Fett ab wie der sachsen-anhaltische Finanzminister Jens Bullerjahn. Eine mögliche rot-rote Regierung in Sachsen-Anhalt, aber auch über Steuern, Arbeit und Lohn waren seine Themen.

Noch eins drauf setzten die beiden Klofrauen aus dem Bundestag, die Anke Hartwig und Anke Lenhard von ACC aus Ampfurth mimten. Sie hatten manche "nicht ganz saubere" Geschichte zu erzählen.


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