Hüskens: Probleme in der Krankenhausplanung nutzen für eine Neuausrichtung

Vor dem Hintergrund der Diskussion im Landtag von Sachsen-Anhalt zu den Problemen einiger kommunaler Krankenhäuser im Land, aber auch der Tarifstreitigkeiten bei einem privaten Träger fordert Dr. Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, die Schwierigkeiten für eine grundsätzliche Überprüfung der Krankenhauslandschaft zu nutzen.

„Statt wie die Gesundheitsministerin am Status quo festzuhalten, fordert die aktuelle Situation eine grundsätzliche Überprüfung der Krankenhauslandschaft.“ Dabei sind Grundsätze wie
• eine Trägervielfalt,
• die Erreichbarkeit der medizinischen Grundversorgung und eine hohe Qualität dieser, vor allem aber der Schwerpunktversorgung
• Eine Einbindung der beiden Universitätsklinika in die Krankenhauslandschaft
• Die Sicherung der Finanzierung sowohl hinsichtlich der Investitionen als auch des Betriebs
zu berücksichtigen. „Die aktuellen Probleme zeigen, dass die Krankenhausplanung ein wirtschaftliches Arbeiten der Kliniken im Land erschwert. Die aktuelle Position der Landesregierung, keine Veränderungen zuzulassen, wird die Probleme verschärfen. Deshalb muss die Landesregierung handeln, auch wenn dies wahrscheinlich zähe Verhandlungen bedeutet“, so Hüskens abschließend.

Jens Ackermann zu Besuch im AMEOS Klinikum St. Salvator in Halberstadt

WANZLEBEN. Am 22. April besucht der Wanzleber FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann das AMEOS Klinikum St. Salvator in Halberstadt und informierte sich über die Arbeit des Herzkatheterlabors und im Besonderen über die FFR-Diagnostik, die seit einigen Jahren im Klinikum durchgeführt wird. Sie liefert diagnostische Informationen über den Schweregrad der Koronarverunreinigungen und kann damit zur Entscheidung über die Behandlungsstrategie bei Herzkrankheiten herangezogen werden.

Im Einführungsgespräch erläuterten der ärztliche Direktor Prof. Dr. Klaus Begall, der komm. Leiter der Medizinischen Klinik Dr. Frank Aedtner sowie die Oberärztin der Medizinischen Klinik Dr. Sabine Reinold die Arbeit des Klinikums selbst sowie über die Methodik, die hinter dem Eingriff steckt und welche Vorteile sie gegenüber konservativer Diagnoseverfahren hat.

Mit der FFR-Diagnostik ist es möglich, unnötige Eingriffe am Herzen zu verhindern. Allerdings erfolgt bisher keine Kostenübernahme des Diagnoseverfahrens, so dass eine Abrechnung nur bei einem operativen Eingriff am Herzen durch Setzen eines Stents (röhrenförmiges Gittergerüst als Gefäßstütze) erfolgen kann.

Jens Ackermann konnte sich bei einem Eingriff selbst ein Bild von der Methode machen und beobachte eine erfolgreiche FFR-Diagnostik auf dem OP-Tisch. Der Patient erhielt aufgrund des Diagnoseergebnisses keinen Stent als Gefäßstütze.
Anschließend wertete der Bundestagsabgeordnete gemeinsam mit den Vertretern des AMEOS-Klinikums den Eingriff aus. Zudem sprachen die Anwesenden über die Zukunft des Gesundheitswesens in Sachsen-Anhalt. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass Sachsen-Anhalt auch ohne Demografie-Faktor eine sehr hohe Rate an Herzinfarkten vorweist. An dieser Stelle ist Handlungsbedarf dringend geboten.

Zukünftig müssen verschiedene Formen der Telemedizin noch stärker vorangebracht werden, hier ist andere Länder, wie Israel Vorreiter und schon ganzes Stück weiter als Deutschland.
Sachsen-Anhalt kann für Deutschland Modellregion und Vorbild im richtigen Umgang mit dem demografischen Wandel werden.