FDP Sachsen-Anhalt stellt Weichen für die Europawahl 2019

Die Freie Demokraten Sachsen-Anhalt wählten am 24.11.2018 Guido Kosmehl als Kandidat für die Bundesliste zur Europawahl und 12 Delegierte zum Europaparteitag 2019. Der Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Frank Sitta unterstrich in seiner Eröffnungsrede der Landesvertreterversammlung zur Europawahl die Ziele der FDP für Europa.

Insgesamt 12 Delegierte werden die FDP Sachsen-Anhalt auf dem Europaparteitag am 27. Januar 2019 in Berlin vertreten. Der politisch erfahrene Guido Kosmehl wird dabei als Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt ins Rennen um Europa gehen und sagte: „Wir müssen Europa erneuern. Wir brauchen mehr pro-europäische Kräfte im Europäischen Parlament, die auch Lösungen anbieten.“

Kosmehl brachte auch den Antrag des Landesvorstandes „Europa hat die Wahl – für ein Europa mit Zukunft“ ein und betonte dabei vor allem zwei inhaltliche Punkte:
• Wir brauchen eine Rückbesinnung, dass beschlossene oder vereinbarte Regelungen auch einzuhalten sind und zwar von jedem Mitgliedsstaat.
• Wir müssen Europa zu einem Kontinent der Chancen machen, mit der besten Bildung und Freiheit für Forschung und Innovation.
Der Antrag wurde bei wenigen Enthaltungen und ohne Änderungen angenommen.

Sitta resümierte nach der erfolgreichen Versammlung: “ Wir als Freie Demokraten kritisieren manche Entscheidung, die in Brüssel und Straßburg getroffen wird. Wir bezweifeln aber nicht ihre Legitimität. Ich freue mich über tolle Kandidaten und deren Engagement für Europa. Wir sind eine pro-europäische Partei, aber die Europäische Union braucht Reformen, effizientere und transparentere Abläufe.

Um diese Ziele zu erreichen werden wir gemeinsam mit der Bewegung „La République en Marche“ in den Wahlkampf gehen. Uns eint, dass wir Europa zukunftsfähig machen wollen. Dafür brauchen wir möglichst viele Freie Demokraten im Europäischen Parlament.

Wenn wir von dringend nötigen Reformen sprechen, dann meinen wir damit, die Potenziale unseres Kontinents und seiner Menschen zu nutzen und Europa besser zu machen – und nicht wie andere, die damit verklausulieren wollen, dass sie Europa eigentlich abwickeln wollen.

Beispiele für die Schieflage in Europa gibt es viele. Die Europäische Politik schreibt z.B. Automobilherstellern mit den neuen CO2-Flottenwerten vor, welche Art Fahrzeuge sie zu produzieren haben. Es wird wieder planwirtschaftliche Feinsteuerung bevorzugt, auch wenn etwas herauskommt, das technologisch und wirtschaftlich fragwürdig ist. Das Europäische Parlament sollte sich in seiner nächsten Legislaturperiode darauf konzentrieren, den Emissionshandel auf alle Sektoren auszuweiten. Damit könnte man sich die Marktmechanismen für die Reduktion der Treibhausgase, zu der wir uns verpflichtet haben, zu Nutze machen. Dann erhält jede Tonne CO2 einen Marktpreis, der Innovationen in Gang setzt.

Auch die gemeinsame Agrarpolitik braucht ein Update. Sie muss marktwirtschaftlicher werden und weniger bürokratisch. Wir müssen die Landwirte dabei unterstützen, von den Direktzahlungen unabhängig zu werden. Eine Kappung ab einer bestimmten Betriebsgröße, wäre für die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt unfair und nicht sachgerecht.

Hans-Dietrich Genscher hat einmal gesagt: „Unsere Zukunft ist Europa – eine andere haben wir nicht“. Wir wollen ein Europa, das offen ist für Innovation und Fortschritt. Dafür brauchen wir eine Europäische Union die das nicht bremst, sondern ermöglicht“, so Sitta abschließend.

Frank Sitta zum Spitzenkandidaten gewählt

Sitta_LPTDie Freien Demokraten Sachsen-Anhalt treffen sich am heutigen Samstag, dem 29. August 2015 in Magdeburg, um ihre Landesliste für die Landtagswahl am 13. März 2016 aufzustellen.

Die 200 Delegierten wählten den Landesvorsitzenden Frank Sitta mit 91% der Stimmen zum Spitzenkandidaten. Mit ihm wollen die Freien Demokraten bei der Landtagswahl 2016 den Wiedereinzug in den Magdeburger Landtag erreichen.

„Wir sind die einzige Partei, die Sachsen-Anhalt noch nicht aufgegeben hat! Wer Optimismus, Zukunftslust und Freiheitsliebe in diesem Land vermisst, ist natürlicher Verbündeter der Freien Demokraten“, erklärte Sitta in seiner Vorstellungsrede.

Auf Listenplatz 2 wurde die Magdeburgerin Dr. Lydia Hüskens mit 89,8% gewählt. Platz 3 besetzt Johann Hauser (Salzlandkreis), der sich mit 65% gegen Torsten Henze (Saalekreis) durchsetzte. Allard von Arnim (Jerichower Land) wird die Freien Demokraten auf Listenplatz 4 vertreten. Er gewann die Abstimmung im ersten Wahlgang gegen seine Mitbewerber Jörg Schnurre (Dessau) und René Gehre (Börde). Es folgt auf Listenplatz 5 Guido Kosmehl (Anhalt-Bitterfeld).

Der Präsident des Landessportbundes und Hallenser Rechtsanwalt Andreas Silbersack wird auf Platz 6 für die Freien Demokraten ins Rennen gehen.

„Es wird Zeit, dass es in Sachsen-Anhalt wieder eine starke liberale Stimme gibt, die dieses Land wieder voranbringt“, erklärte er in seiner Rede.

Der Spitzenkandidat der Jungen Liberalen, Kilian Heinrich (Halle/Saale), erreichte Platz 7 der Landesliste. Er hat sich in der Stichwahl gegen Kathrin Tarricone durchsetzen können.

Die weiteren Plätze besetzen Kathrin Tarricone (8, Mansfeld-Südharz), Olaf Schöder (9, Halle/Saale), Ralf Berlin (10, Stendal), Dr. Kerstin Wagner (11, Halle/Saale), Michael Jäger (12, Harz), Gunnar Blache (13, Burgenlandkreis), Ronny Pfaff (14, Börde), Detlef Herrig (15, Wittenberg), Dr. Frank Muttschall (16, Harz), Ulf Henrik Meier (17, Anhalt-Bitterfeld), Sandro Dadaczynski (18, Magdeburg), Holger Goldschmidt (19, Salzlandkreis) und Ingo Bodtke (20, Mansfeld-Südharz).