Tarricone: Landwirtschaftsministerium muss sich für mehr Markt bei der Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen einsetzen

„Das Unterbrechen von Lieferketten zeigt uns gerade in der derzeitigen Situation, wie wichtig es ist, zuverlässige Produzenten von Lebensmitteln im eigenen Land zu haben. Dies ist aber durch eine fortschreitenden Konzentration im Handel gefährdet “ findet Kathrin Tarricone, Mitglied des FDP-Landesvorstandes.

Zuverlässiges Beliefern von Märkten, höchstmöglichen Verbraucher- und Umweltschutz und bestmögliches Tierwohl können unsere Landwirte gewährleisten, wenn sie dafür auch auskömmlich bezahlt werden.  Da die Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aber durch eine fortschreitende Konzentration im Handelsbereich, bei der Be- und Verarbeitung auf wenige Player reduziert wurde, führt kaum ein Weg an deren Preisdiktat vorbei. Hier sei immer wieder durch die Kartellbehörden zu prüfen, ob noch ein funktionierender Markt existiere. Die aktuellen Entwicklungen würden durchaus Hinweise auf Entwicklungen zum Oligopol geben.

Das förmliche Verramschen von Lebensmitteln wird durch den Lebensmittelhandel mit einer Geiz-ist-Geil-Mentalität der Kunden begründet. An der Ladenkasse hindere regelmäßig der “Igel in der Tasche” das gelebte Bekenntnis dazu. Deshalb sei das Landwirtschaftsministerium zudem gefordert, regionale Produzenten mit allen verfügbaren Mitteln des Agrarmarketings und der Öffentlichkeitsarbeit zu bewerben. Die Freien Demokraten fordern deshalb das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt auf, jetzt eine Image-Kampagne für die regionale Landwirtschaft zu starten. Um den Beitrag der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft für unsere Gesundheit, die der Umwelt und der Wertschöpfung in der Region wieder ins Bewusstsein zu holen.