02. September 2026
Magdeburg. Der Bundesvorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, und die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der FDP in Sachsen-Anhalt, Dr. Lydia Hüskens, haben heute ein gemeinsames Positionspapier unter dem Titel „Neue deutsche Energiewende“ vorgestellt: „Die deutsche Energiepolitik ist nicht nachbesserungsbedürftig, sondern gescheitert. Wir brauchen eine neue deutsche Energiewende“, erklärten Kubicki und Hüskens.
Die beiden Liberalen beschreiben den massiven Druck auf die inländische Wirtschaft. Hohe Energiepreise treffen die Industrie im Kern, allen voran die Chemie. Gleichzeitig verliere Deutschland den Anschluss an die Zukunftsbranchen, weil Rechenzentren und KI-Infrastruktur ohne bezahlbaren Strom nicht entstehen.
Das Papier setzt an drei Punkten an:
- Erzeugung dort, wo der Strom auch abgenommen werden kann.
- Schluss mit einer Förderlogik, die Anlagen finanziert und dann die Abregelung bezahlt.
- Die Beendigung von Technologieverboten.
Wolfgang Kubicki:
„Das Atomgesetz verbietet nicht das unsichere Kraftwerk. Es verbietet die Technologie. Das ist keine Sicherheitspolitik – das ist Gesinnung im Gesetzblatt. Und während in Berlin über die nächste Stufe der Energiewende geredet wird, schneiden Bagger Rohrleitungen durch, die niemand wieder zusammenschweißen kann.“
Dr. Lydia Hüskens:
„Sachsen-Anhalt ist die Herzkammer der Chemieindustrie. Wer den Strompreis nicht in den Griff bekommt, verhandelt nicht über Klimaziele, sondern über die Zukunft von Leuna, Bitterfeld und Schkopau. Wir haben Wind, wir haben Fläche, wir haben Industrie. Was fehlt, ist eine Politik, die sie dorthin bringt, wo sie gebraucht wird – und sie bezahlbar macht.“
Zu den zentralen Forderungen des Papiers gehören:
- Ende der EEG-Förderung. Erneuerbare Energien, die sich rechnen, brauchen keine Subvention.
- Kein Zubau am Netz vorbei. Keine Entschädigung für Strom, der nie transportiert werden kann.
- Kernkraft ermöglichen. Wer auf eigenes Risiko sicher Strom erzeugen will, braucht keine Erlaubnis der Politik.
- Kein Rückbau funktionsfähiger Energieinfrastruktur, weder bei Gasnetzen noch bei Kraftwerken.
- Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß.
- Heimische Rohstoffvorkommen erschließen statt Energie um die halbe Welt zu verschiffen.
- Ende des Klimanationalismus. Deutsche Sonderwege bringen dem Klima nichts und der Wirtschaft schaden sie.
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier ».