Tarricone: Wir brauchen richtige Messdaten und deren korrekte Bewertung!

Nur mit richtigen Messdaten können erforderliche Maßnahmen für den
Grundwasserschutz ergriffen werden. Hier gilt Sorgfalt vor Eile.

„Wenn es dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft LSA wirklich darum
geht, das Grundwasser besser zu schützen, ist jetzt das Gebot der Stunde, die
Ergebnisse der Messstellen auf ihren Aussagewert zu prüfen. Verpassen wir diese
Chance, wird die Landwirtschaft pauschal eingeschränkt und möglicherweise bringt
das trotzdem nicht den gewünschten Effekt.“ beurteilt Kathrin Tarricone (FDP),
Vorsitzende des Landesfachausschusses Landwirtschaft und Umwelt, die Lage.

Der Bundesrat hat am 27.03.2020 der Verschärfung der Düngeverordnung
zugestimmt. Anderenfalls hätten Deutschland hohe EU-Strafzahlungen gedroht. Für
wesentliche Teile der Düngeverordnung gilt aber der 01.01.2021 als Stichtag. Damit
haben die Bundesländer Zeit zu prüfen, ob die bestehenden Messstellen korrekte
Daten liefern.

Ein brandaktuell erschienenes Fachgutachten zeigt bei den Grundwassermessungen im niedersächsischen Messstellennetzes gravierende Fehler auf.
https://www.topagrar.com/acker/news/landvolk-fast-jede-2-messstelle-mitgravierenden-maengeln-12013694.html

Bei 10 % der Fläche der überprüften Grundwasserkörper treten geringe, bei 55 % moderate und bei 35 % gravierende fachliche Mängel hinsichtlich der chemischen Einstufung auf.
Die Freien Demokraten fordern deshalb eine umgehende Überprüfung des Grundwassermessnetzes.