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Akademisierung der Gesundheitsfachberufe

Beschluss des 31. Ordentlicher Landesparteitag | Die FDP Sachsen-Anhalt will die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe ausweiten, primärqualifizierende Studiengänge etablieren und damit die Qualität der medizinischen Versorgung stärken.

Der Landesparteitag möge beschließen:

Um den Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit einhergehenden veränderten Multimorbidität der Patienten gerecht werden zu können, bedarf es einer pflegerischen und therapeutischen Versorgung, die sich ständig an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und dabei auf die schnell voranschreitenden technologischen Entwicklungen zurückgreift. Diesen hohen, sich immer weiter spezialisierenden Ansprüchen an die Gesundheitsfachberufe wird die bisherige Ausbildung nicht in ausreichendem Maße gerecht. Eine verstärkte Akademisierung der Gesundheitsberufe ist deshalb zwingend erforderlich. Den Absolventen wird somit nicht nur eine erweiterte Entscheidungsfreiheit über ihre eigene berufliche Laufbahn ermöglicht, sondern auch auf Grund der gestärkten Eigenverantwortlichkeit mehr Anerkennung entgegengebracht. Ferner wird durch entsprechende Qualifizierung die interprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen innerhalb des Gesundheitswesens weiter in den Vordergrund gerückt und somit die Qualität der Versorgung erheblich verbessert. Die Freien Demokraten setzen sich in Anbetracht dessen für die Ausweitung der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe und die Etablierung primärqualifizierender Studiengänge ein. Um die anschließende Integration in die Versorgungslandschaft sicherzustellen, muss sich die klare Definition von Tätigkeitsprofilen für hochschulisch ausgebildetes Fachpersonal anschließen. Die qualitätssichernde Grundlage für diese Entwicklungen stellen entsprechende universitäre Forschungs- und Lehrstrukturen dar, die es deshalb gezielt auszubauen gilt.